Jaaaa, ich lebe noch. Jedenfalls wenn man es denn so nennen will… es gibt da die ein oder andere Umwälzung in meinem Tun, Denken und Sein, die mich gerade ein bisschen davon abhalten, hier aktiv zu werden.

Das ändert sich aber sicherlich bald wieder! Also… „bald“. Das ist ja doch relativ relativ.

Natürlich lese ich weiterhin ohne Unterlass, momentan widme ich mich Alain de Bottons „Trost der Philosophie“. Klingt trocken und langweilig, ist aber genau das Gegenteil. De Botton versucht auf kurzweilige und zum Teil äußerst komische Art und Weise aufzuzeigen, wie uns die Philosophie Trost bei Unbeliebtheit, Geldmangel, Frustration, Unvollkommenheit, gebrochenem Herzen und Schwierigkeiten spenden kann. Was wir daraus machen, ist uns natürlich selbst überlassen. Ich kann es jedenfalls sehr empfehlen!

de Botton - Trost der Philosophie

Und wie bin ich darauf gekommen? Jack Taylor war’s! Ich bin ja ein großer Fan von Ken Bruens Reihe über den irischen Privatdetektiv, der säuft, raucht und kokst (und erstaunlich viel liest), während er eigentlich ermitteln sollte und am Ende doch meist Fälle löst, wenn auch nicht immer durch sein eigenes Zutun. Krimi Noir in Perfektion!

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Jack Taylor hat mich auch zu David Peace gebracht, seine vierteilige Yorkshire-Ripper-Saga (1974, 1977, 1980, 1983) ist mit das düsterste und packendste, was ich bislang gelesen habe. Peace saugt dich auf, legt dich in Ketten, hetzt dich durch alle vier Bände, die eigentlich ein einziger gigantischer 2.000 Seiten-Band sind, geht dir an die Gurgel, macht dich halb wahnsinnig, lässt dich verzweifeln und trauern, macht dich wütend ob all der Ungerechtigkeit und spuckt dich als nervliches Wrack wieder aus. Ich wünschte mir, er würde in dem Tempo neue Bücher schreiben, in dem ich sie verschlinge…

Peace - 1974

 

Dazwischen waren noch bei mir zu Gast:

Truman Capote – „Kaltblütig“

Nelson Algren – „Calhoun“

Matt Ruff – „Bad Monkeys“

Chuck Palahniuk – „Flug 2039“ + „Verflucht“

Charles Bukowski – „Hollywood“

David Foster Wallace – „Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich“

Nigel Williams – „2 1/2 Männer im Boot“

Olen Steinhauer – „Die Kairo-Affäre“

Justin Cronin – „Die Zwölf“

David Peace – „Tokio im Jahr null“ + „Tokio besetzte Stadt“

John Straley – „Seelenverkäufer“

Christopher Brookmyre – „Wer schlafende Hunde weckt“

James Sallis – „Dunkle Schuld“

Magnus Montelius – „Ein Freund aus alten Tagen“

Christopher Cook – „Robbers“

Deon Meyer – „Cobra“

Wirklich ALLE Jack Taylor Krimis von Ken Bruen

Das arbeite ich dann irgendwann demnächst mal alles auf.. zusammen mit dem Stapel, den ich ohnehin schon aufarbeiten muss… ich freu mich drauf.

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